Die Möglichkeit, dass Meditation als Weg zur Selbstheilung des Körpers beiträgt, darf nicht überbewertet werden, um wirken zu können und nicht zu schaden. Meditation soll kein Weg sein, um den Gang zum Arzt zu ersetzen. Meditation kann jedoch neben ihrer Wirkung beim Stressabbau und bei der Selbstfindung auch körperliche Funktionen beeinflussen und so in gewissem Maße körperliche Selbstheilungsprozesse initiieren. Nachgewiesenermaßen kann Meditation etwa Atmung und Herzschlag eines Menschen verlangsamen und den Blutdruck senken. Wissenschaftler der Universität Ohio haben zudem 1985 eine Stärkung des Immunsystems durch Meditation festgestellt, was allerdings eher der Prophylaxe als der Selbstheilung dient. Wir sollten jedoch nicht nur über körperliche Erkrankungen sprechen: Meditation kann auch ein Weg der Selbstheilung sein, der bei der Therapie seelischer Erkrankungen zum erneuten Wohlbefinden beiträgt. Meditation kann zur Selbstfindung beitragen, kann bestenfalls helfen, Schemata zu durchbrechen, die einer geistigen Gesundung im Wege stehen. Hier ist jedoch in jedem Fall eine professionelle Anleitung wichtig, ohne die Meditation nicht als Hilfe wirken kann. Wiederum gilt: Meditation ist kein Ersatz für medizinische Betreuung, aber eine Ergänzung, bei der der Prozess der Selbstheilung Wichtiges zur Gesundung beitragen kann. Verschiedene anerkannte Psychotherapeuten nutzen Meditation mittlerweile als ein Weg in ihrer Therapie; Krankenkassen wie die AOK übernehmen die Kosten für eine Meditation zum Teil, wenn sie Bestandteil einer solchen Therapie ist.
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